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Pedro Lenz Lesung i bi meh aus eine -Neuenegg

Es gab eine Zeit und das ist das nicht solange her, da war Bern und Bernersein speziell. Heute können Berner nur noch auf ihren Dialekt setzen, wenn es darum geht, eine persönliche Note zu haben. Pedro Lenz ist ein Schriftsteller, in Langenthal geboren, heute nach Olten auswärts wohnend und der pflegt die Berner Mundart und ihre komischen Worte, mit denen er Geschichten erfindet, die witzig und tiefsinnig zugleich sind.Zusammen mit dem Pianisten Patrik Neuhaus las er stehend in Neuenegg am 10.5.14 die Gesichte eines Emmentalers, der nach Argentinien vor seiner Familie flüchtet, als falscher Arzt in der Schweizer Kolonie zu Reichtum und Ansehen dank der Haltung zum Leben und nicht durch das Wissen gelangt. Bereits im 19, Jahrhundert zeigte sich, das Bild von heute. Schweizer lassen wie Frauen lieber arbeiten als selber anpacken, darum hat es heute soviel Ausländer im Land und das wenigste Geld stammt nicht aus der eigene Kasse, sondern ist gestohlen oder ausgeliehen. Die 80 Minuten gingen rasch vorüber, weil Pedro mit seinem Bass, der tönt als würde Leonard Cohen Berndeutsch sprechen, spielte, viele witzige Bemerkungen zu den Schweizern machte und 170 Zuhörer,eine sehr grosse Zahl für eine Lesung, auch dank seiner Minik in den Bann zog. Der Klavierspieler Patrik Neuhaus untermalt vor, während und in der Lesung mit seiner Musik, die aber die südamerikanische Lebensweise und die irrwitzige Geschichte nicht im Ton traf.