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Diee Schweiz hat einen neuen Literaturstar: MARTIN SUTER

Nach dem Tode von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt begann in der Schweiz eine Zeit von Debütanten wie etwa Zoe Jenny oder Gion Mathias Cavelty, die mit ihren Erstlingswerken zwar den Verlust in der Schweizer Literatur füllen konnten, doch keinem gelang ein anhaltender Erfolg bis Martin Suter 1991 kam. War der damals 50-jährige als Kolumnist der “Weltwoche” und als Leiter einer Marketingagentur in Zürich bekannt, gelang ihm mit “Small world” (die Geschichte über den Verlauf einer Alzheimer Erkrankung bei Konrad Lang, der auf sonderbare Weise mit dem Inhabern eines schweizerischen Konzern verbunden ist und dessen Streit um ein Erbe) gleiche der grosse Wurf. Die Mischung aus medizinkritischen Ansätzen mit Krimielementen und Gesellschaftsthemen war neben der bis ins letzte Detail durchdachten Romanhandlung und dem schnellen Schreibstil eine immer wiederkehrende Eigenschaft in den folgenden Jahren, die zu einer grossen Fangemeinde führte. Seine Werke waren stets Bestseller wie das 2000 erschienene “Die dunkle Seite des Mondes” (erzählt vom erfolgreichen Wirtschaftsanwalt Urs Blank, dessen Leben durch halluzinogene Pilze aus den Fugen gerät) oder 2002 “Der perfekte Freund” (nachdem der 33-jährige Fabio Rossi aufgrund eines Schlages auf den Kopf im Krankenhaus erwacht, kann er sich nicht mehr daran erinnern, was in den letzten 50 Tagen vorgefallen ist. Doch das Geschehene bricht auf ihn ein in Form einer neuen Freundin, Marlen, neuen Freunden und des aufgegebenen Jobs als Journalist beim „Sonntag Morgen.)
Neben der Schweiz war und ist Deutschland von Suters Romanen angetan wie ein Blick in die aktuellen Hitlisten zeigt. Doch auch die Kritiker und Literaturgremien liebten den Schweizer. 2003 erhielt er den Deutschen Krimipreis und 2003 den Friedrich Glauser Preis.

Der zwischen Zürich, Ibiza und Guatemala reisende Weltenbürger Suter verstand es nicht nur Bücherfans ans sich zu fesseln sondern auch Drehbücher für generationsüberschreitende Filme wie “Gulias Verschwinden” (2009) oder mit dem Musiker Stefan Eicher Texte für dessen Album “Eldorado ” (2007) zu schreiben. Für das Theater am Neumarkt in Zürich verfasste Suter auch zwei Komödien: Über den Dingen (2004) und Mumien (2006), mit denen er auch als Theaterautor Erfolge feierte.
Ein solch auf vielen Bühne sich zu Hause fühlenden Schreiber, war und ist immer auch immer ein Liebling der Presse, die ihn stets gross inszenierte wie auch das neuste Werk “Der Koch”. Seit Wochen ist das neuste Werk “Der Koch” an der Spitze der meist verkauften Bücher. Seine Mischung über die weltweite Finanzkrise, Bürgerkrieg in Sri Lanka und eine Firma, die in aller Verschwiegenheit boomt und einen tamilischen Koch, der “love food ” herstellt, ist die Gradwanderung zwischen politischer Gegenwart, Liebesgeschichte, Exotik und Sinnlichkeit, die Suters Flair für leicht zu lesende Unterhaltung mit Anspruch von Neuem bestätigt.
Alle besprochenen Bücher sind im Diogenes Verlag erschienen.

2.4.10 18:41

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